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Vor über 80 Jahren übersetzte Julius Dutoit in mühseliger Pionierarbeit einen der längsten Texte des Pali Kanons, der Überlieferung buddhistischer Urtexte.
Sein 7 bändiges Werk erreichte jedoch nie den Bekanntheitsgrad und die Ausstrahlung wie die Übersetzungen Karl Eugen Neumanns, des “Martin Luthers” der deutschen Buddhisten.
Heute ist diese Gesamtausgabe der Jataka Erzählungen in deutscher Sprache längst vergriffen und nicht einmal mehr antiquarisch erhältlich. Nur in einigen
wenigen buddhistischen Zentren fristet die erste und einzige gesamte deutsche Übersetzung der früheren Leben des Buddha ein Schattendasein.
Dies ist auch deshalb ein bedauerlicher Umstand, da die Jatakas seit den Uranfängen buddhistischer Tradition und Überlieferung zur wirkungsmächtigsten
Textsammlung zählt. Diese anregenden und aufrüttelnden Legenden, die Begebenheiten aus den vergangenen Daseinsformen Buddhas schildern, sind die Grundlage asiatischer Kultur geworden und haben allein Literatur und
bildnerische Kunst tausendfach inspiriert.
Noch heute begegnen die Menschen in südostasiatischen Länder wie Thailand, Sri Lanka und Burma von Kindheit an den anregenden, aufrüttelnden, ermunternden und
faszinierenden Berichten, die der Buddha bei bedeutenden Anlässen seinen Schülern erzählte.
Dabei ist es vor allem die Weite der hier geschilderten samsarsichen Wanderschaft, das
Auf und Ab, das einen über die Grenzen der eigenen Existenz nachdenken
läßt. Die Macht des Karmas wird ebenso verdeutlicht wie die Kraft der Tugend, der Weisheit und des Mitgefühls.
Vor allem Tugend und Weiheit sind die zwei Kräfte, die in den Jataka in aller Ausführlichkeit geschildert werden und eine Ahnung von der Erhabenheit
aufdecken, die in jenem Frieden Nibbanas liegt, von dem der Buddha zeit seines Lebens gepredigt hat.
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